Im November 2017 hat das Dekanat Neunkirchen ein Projekt gestartet:

BEERDIGUNGSDIENST DURCH KIRCHLICH BEAUFTRAGTE EHRENAMTLICHE LAIEN

 

Hier finden Sie demnächst aktuelle Informationen, Termine und Presseberichte

 

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ERSTE PRESSESTIMMEN

Wer beerdigt unsere Toten?

 

 

Ein kirchliches Begräbnis erfährt immer noch hohe Akzeptanz und wird in der Regel für verstorbene Angehörige beansprucht. Es sind Priester, Diakone, Gemeinde- und Pastoralreferenten, Männer wie Frauen, die bereits Trauerfeiern leiten, im Vorfeld mit den Angehörigen ein Trauergespräch führen und in der Friedhofskapelle Hoffnung und Zuversicht als „Osterzeugen und Osterzeuginnen“ verkünden. In unserem Dekanat Neunkirchen finden mittlerweile die meisten Trauerfeiern auf dem Friedhof statt. Sterbeämter sind rar geworden.

 

Dass die oben beschriebene Gruppe der Hauptamtlichen auf Dauer die Beerdigungen nicht mehr allein bewältigen können, liegt vor allem an Zahl, Alter und der Beanspruchung in vielen anderen pastoralen Feldern. Tote begraben gehört ursprünglich als Werk der Barmherzigkeit zu den wichtigen Diensten der Gemeinde und ist nicht an eine Weihe geknüpft.

 

Die Synode im Bistum Trier trägt den Titel „heraus gerufen – Schritte in die Zukunft wagen“. Dieser Name ist Programm, Neues auszuprobieren, Menschen zu befähigen und entsprechend ihres Charismas zum Dienst im und am Volk Gottes zu beauftragen. Ausdrücklich erinnert das Dokument an die Taufbegabung der Christen. Alle haben Anteil an Christi Aufgaben als Priester, König und Prophet.

 

So wagt das Dekanat Neunkirchen den ersten Schritt und will Männer und Frauen zu Begräbnisleitern gewinnen, schulen und in der Praxis mit Rat und Tat zur Seite stehen. Bewusst verstehen wir diesen ehrenamtlichen Einsatz darin Gottes Barmherzigkeit erfahrbar zu machen und österliche Hoffnung sähen. Wir nennen diese Männer und Frauen Osterzeugen. Im Frühjahr 2019 soll der erste Kurs starten. Im Osterzeugenkurs setzen sich die Interessierten mit den Ostertexten der Bibel auseinander, lernen die Erfahrung kleiner Tode und Auferweckungen im eigenen Leben in den Blick zu nehmen und sich der Frage zu stellen, ob sie die Gabe haben, in den Dienst als Osterzeuge am Grab hineinzuwachsen. Auch „große Worte“ unseres Glaubens wie Tod, Himmel, Hölle, Gericht werden neu übersetzt.

 

Im zweiten Kursteil, dem Werkstattkurs werden erste praktische Erfahrungen gemacht: Teilnahme an Trauergesprächen, Aufgaben bei Beerdigungen übernehmen, erste Ansprachen trainiert und im geschützten Raum der Gruppe eingeübt, eine eigene Beerdigungsmappe mit Texten und Ablauf zusammengestellt. Ich lerne meine Sprache, meine Bilder als Osterzeuge kennen, die ich glaubwürdig und echt vermitteln kann.

 

Den Schlussakkord dieses Ausbildungsweges in zwei Phasen setzt die Aussendung mit bischöflichem Auftrag. Ja, Bischof Stephan Ackermann steht hinter diesem Projekt.

 

Ich sehe in diesen Osterzeugen eine große Chance, eine Bereicherung. Ich habe Texte von ehrenamtlichen Begräbnisleitern aus dem Bistum Hildesheim gelesen, die zu Herzen gingen und in mir die Überzeugung wachsen ließ, dass es Gebot der Stunde ist, begabte Männer und Frauen zu gewinnen, die sorgfältig ausgebildet und gut begleitet, am Grab Osterlichter entzünden können und auch dürfen.

 

Wer beerdigt unsere Toten?

 

Männer und Frauen, die aufgrund ihres Charismas, ihrer Ausbildung und der Beauftragung durch den Bischof dazu befähigt sind und weiterhin Priester, Diakone, Gemeinde- und Pastoralreferenten.

 

Olaf Harig, Dechant Dekanat Neunkirchen

 

Saarbrücker Zeitung vom 28. März 2018 |

 

 

Im Sinne der Synode

 

„Himmel“ und „Hölle“ – hier und heute

 

Sie erarbeiten ein Konzept, um Ehrenamtliche für den Begräbnisdienst zu schulen (v.l.): Melina Wack, Claudia Busch, Anne Ziegler, Olaf Harig. Nicht auf dem Bild: Sibylle Rhein und Oswald Jenni. Auch ehrenamtliche Begräbnisleiter tragen bei ihrem Dienst ein liturgisches Gewand. FOTO: Claudia Emmerich

 

 

Spiesen. Katholische Kirche in der Region will Männer und Frauen für ehrenamtlichen Begräbnisdienst gewinnen. Von Claudia Emmerich

 

Etwa 600 katholische Beerdigungen im Jahr zählt das Dekanat Neunkirchen (umfasst die Stadt Neunkirchen und die Gemeinden Schiffweiler und Spiesen-Elversberg mit rund 37 200 Katholiken). Meist sind es Trauerfeiern auf dem Friedhof, selten inzwischen Sterbeämter. Bisher leisten Hauptamtliche den Begräbnisdienst – Priester, Diakone, auch Gemeinde- und Pastorelreferenten (Männer und Frauen). Doch sie stoßen an ihre Grenzen (siehe „Info“). Bald schon könnte dieser Dienst zusätzlich auf geschulte Ehrenamtliche übertragen werden. Eine Gruppe aus dem Dekanat erarbeitet als Pilotprojekt im Bistum Trier ein Konzept. Sie orientiert sich dabei an dem, was aus anderen Bistümern bereits an Erfahrung vorliegt. Unsere Zeitung hat jetzt ein Treffen im Pfarrheim Spiesen besucht und sich Lehrplan und Bewerberprofil erklären lassen.

 

 

 

„Unsere Gruppe ist breit aufgestellt“, heißt es: Claudia Busch, Gemeindereferentin (Wiebelskirchen), Olaf Harig, Dechant und Pfarrer St. Ludwig-Herz Jesu Spiesen-Elversberg, Oswald Jenni, Diakon St. Marien Neunkirchen, Sibylle Rhein, Pastoralreferentin Dekanat, Melina Wack, Dekanatskantorin, Anne Ziegler, Gemeindereferentin (Schiffweiler). Am 30. November 2017 haben sich die Sechs zum ersten Mal getroffen. Ihr Zeitplan steht: Im Frühjahr 2019 soll der erste Ausbildungskurs starten, im Herbst der erste Jahrgang seine bischöfliche Beauftragung erhalten. Auswahl der Bewerber und abschließendes Empfehlen für den Beerdigungsdienst verantwortet die Gruppe. Gespräche sollen immer wieder justieren.

 

 Kontakt zu den Angehörigen herstellen, Trauergespräch führen, Traueransprache halten, Trauerfeier gestalten, Beisetzung begleiten. Hoffnung und Zuversicht verkünden – das alles gehört zum Begräbnisdienst. Ehrenamtliche für diesen Dienst zu gewinnen, ist auch eine Folge der Trierer Synode: In deren Abschlussdokument heißt es „Laien werden in den Bestattungsdienst eingebunden“. Und neben den bereits tätigen hauptamtlichen Laien sind damit auch ausdrücklich ehrenamtliche Laien gemeint. Beerdigen, so heißt es, ist ein Werk der Barmherzigkeit und nicht an die Weihe gebunden. Kann also jeder? Kann nicht jeder, sagt die Dekanatsgruppe. Was ein Mann, eine Frau mitbringen sollte? „Im Glauben verwurzelt“, empathisch“, heißt es aus dem Runde. Aber auch „strukturiert“, „flexibel,“ auskunftssicher“. Wichtig ist, sagt Harig: Der ehrenamtliche Begräbnisleiter entscheidet, wo er beerdigen will (vielleicht nur in seiner Heimatgemeinde), wie oft er beerdigen will (vielleicht nur einmal im Monat). Auch das im Sinne der Synode: Vom Einzelnen her denken.

 

 

 

Der erste Teil der Ausbildung ist überschrieben mit „Osterzeugenkurs“ und, darauf weist die Gruppe hin, offen für alle Interessierten. Hier geht es um die „theologische, spirituelle Vergewisserung“ (Harig). Kann ich die Osterbotschaft bezeugen?  Kann ich dolmetschen in die heutige Welt, in die Welt der Hinterbliebenen? Auch „Himmel“, „Hölle“, „Gericht“ würden neu übersetzt. Teil zwei der Ausbildung will handwerkliches Rüstzeug vermitteln, nennt sich „Werkstattkurs“. Jetzt sollen erste praktische Erfahrungen gemacht werden: an Trauergesprächen teilnehmen, Aufgaben bei Beerdigungen übernehmen, erste Ansprachen trainieren und im geschützten Raum der Gruppe einüben, eine eigene Beerdigungsmappe mit Texten, Musik und Ablauf zusammenstellen. Später wird auch der ehrenamtliche Begräbnisleiter ein liturgische Gewand tragen: Das gebe ihm Sicherheit in seiner Rolle und der Trauergemeinde Vertrauen in seinen kirchlichen Dienst. Frauen wie Männer können sich für das Ehrenamt bewerben.

 

 Bibliodrama

06.09.2018

entfällt

08.11.2018

06.12.2018

 

im katholischen Pfarrheim, Schiffweiler, Parkstraße 3a,

von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr

 

 

Bibliodrama und KLang

27./28. Oktober 2018

Sa 14.00 bis 20.00 Uhr

So 10.00 bis 13.00 Uhr

ohne Übernachtung,
im katholischen Pfarrheim, Schiffweiler

 

Spurensuche

mit Elementen des Bibliodrama

 

Donnerstag 11. Oktober 2018

18.30 Uhr bis 22.00 Uhr im

MOMENTUM, Raum der Stille

 

www.momentum-nk.de

 

Trauer teilen

in der Regel

am 2. Donnerstag im Monat

von 15.00 Uhr bis 17.30 Uhr

im evangelischen Gemeidehaus

Schiffweiler-Landsweiler Illingerstraße 12

11.10.2018

15.11.2018

6.12.2018